Antônio
Andrioli ist ausgebildete Agrartechniker, studierte Philosophie,
Psychologie und Soziologie auf Lehramt, spezialisierte sich zum
Thema Genossenschaftswesen und erlangte anschließend den Master
in Erziehungswissenschaften. Er hat bis 2006 am Fachbereich Sozialwissenschaften
der Universität Osnabrück promoviert (als Stipendiat des
EED) zum Thema Biosoja versus Gensoja: Eine Studie über
Technik und Familienlandwirtschaft im nordwestlichen Grenzgebiet
des Bundeslandes Rio Grande do Sul/Brasilien. Die Dissertation
ist im Januar 2007 als Buch beim Peter-Lang-Verlag in Frankfurt
erschienen.
In
seinem Aufenthalt in Deutschland (2001-2006) hat Andrioli 152 Vorträge
gehalten und für seine akademische Leistung und sein sozialpolitisches
Engagement 2004 den DAAD-Preis für ausländische Studierende
bekommen, was ihm im Jahr danach (2005) die Gelegenheit gab, mit
dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und der Friedensnobelträgerin
Wangari Maathai auf der Podiumsdiskussion des 30. Evangelischen
Kirchentages in Hannover über Nord-Süd-Konflikte zu diskutieren.
Kurz
vor seiner Rückreise nach Brasilien 2006 erschien ein Buch
beim emu-Verlag in Lahnstein: Agro-Gentechnick: Die Saat des
Bösen. Die schleichende Vergiftung von Böden und Nahrung,
das er zusammen mit Richard Fuchs beim jährlichen Treffen der
Gesundheitsberater herausgab. Die portugiesische Version des Buches
wird in diesem Jahr in Brasilien erscheinen.
Seit
2007 arbeitet er als Dozent an der Unijuí in Südbrasilien.
Vorlesungen und Forschung u.a. zum Thema Technik und Familienlandwirtschaft,
und die Organisation des II. deutsch-brasilianischen Seminars über
Nachhaltige Entwicklung (eine Kooperation zwischen der Unijuí
und der Universität Osnabrück). Sein Forschungsprojekt
über Technik und Familienlandwirtschaft ist gerade vom CNPq
(Nationaler Rat zur Wissenschaftlichen und Technischen Entwicklung
der Bundesregierung Brasiliens) genehmigt worden.
Seit März 2008 ist er als Wissenschaftlicher
Mitarbeiter mit Doktorat an der Johannes-Kepler-Universität
in Linz (Österreich) angestellt, wo er derzeit seine Habilitationsarbeit
schreibt.
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